Planungsratgeber 2026

Solaranlage planen – Schritt für Schritt zum Solarprojekt

Von der Dachanalyse über die Bewilligung bis zur Inbetriebnahme: So planen Sie Ihre Solaranlage in der Schweiz richtig.

Ablauf

In 7 Schritten zur eigenen Solaranlage

Der typische Ablauf eines PV-Projekts in der Schweiz – von der ersten Idee bis zum eigenen Solarstrom.

1

Solarcheck durchführen

Prüfen Sie kostenlos und online, ob Ihr Dach für eine Solaranlage geeignet ist und wie hoch das Ertragspotenzial ist.

2

Offerten einholen

Holen Sie mindestens drei Offerten von zertifizierten Solarinstallateuren ein und vergleichen Sie Preise und Leistungen.

3

Baumeldung einreichen

Reichen Sie die Baumeldung bei Ihrer Gemeinde ein. Nach 30 Tagen gilt die Anlage als bewilligt.

4

Förderung beantragen

Melden Sie Ihr Projekt bei Pronovo an und prüfen Sie kantonale Förderprogramme.

5

Montage

Die Installation dauert bei einem EFH typischerweise 2 bis 4 Tage. Der Installateur kümmert sich um alles.

6

Netzanschluss

Der Energieversorger schaltet Ihre Anlage frei und installiert den Zweirichtungszähler.

7

Einmalvergütung beantragen

Nach der Inbetriebnahme beantragen Sie die Pronovo-Einmalvergütung und erhalten den Förderbeitrag.

Detailplanung

Worauf Sie bei der Planung achten müssen

Die richtige Planung entscheidet über Ertrag, Kosten und Langlebigkeit Ihrer Solaranlage.

Dachanalyse und Standortbewertung

Am Anfang jeder Solarplanung steht die Analyse des Daches. Die wichtigsten Faktoren sind die Ausrichtung (ideal: Süd bis Südwest), die Neigung (optimal: 25 bis 35 Grad), die verfügbare Fläche und mögliche Verschattungen durch Bäume, Kamine oder Nachbargebäude. Moderne Solarmodule arbeiten auch bei Ost-West-Ausrichtung wirtschaftlich und liefern den Vorteil einer gleichmässigeren Stromerzeugung über den Tag.

Nutzen Sie unseren kostenlosen Online-Solarcheck, um eine erste Einschätzung Ihres Dachpotenzials zu erhalten. Der Rechner auf pv-rechner.ch analysiert Ihr Dach anhand von Geodaten und Wetterdaten und liefert Ihnen innert Minuten eine verlässliche Potenzialanalyse.

Anlagendimensionierung

Die richtige Grösse der Anlage hängt von Ihrem aktuellen und zukünftigen Stromverbrauch ab. Berücksichtigen Sie bei der Planung auch künftige Verbraucher wie eine Wärmepumpe, ein Elektrofahrzeug oder einen Batteriespeicher. Als Faustregel gilt: Pro 1'000 kWh Jahresverbrauch sollten Sie 1 bis 1.5 kWp Leistung installieren. Mehr Details finden Sie in unserem Guide Solaranlage am Einfamilienhaus.

Komponentenauswahl

Bei der Wahl der Komponenten sollten Sie auf Qualität und Garantiebedingungen achten. Hochwertige monokristalline Module bieten einen Wirkungsgrad von 20 bis 22 Prozent und eine Leistungsgarantie von 25 bis 30 Jahren. Beim Wechselrichter empfehlen wir Markengeräte von Fronius, SMA, Huawei oder Kostal mit mindestens 10 Jahren Garantie. Planen Sie gegebenenfalls einen Hybridwechselrichter ein, der später einen Batteriespeicher aufnehmen kann.

Bewilligungsverfahren in der Schweiz

Seit der Revision des Raumplanungsgesetzes sind Solaranlagen auf Dächern in den meisten Fällen nur meldepflichtig und nicht bewilligungspflichtig. Das vereinfacht den Prozess erheblich. Die Baumeldung wird bei der zuständigen Gemeinde eingereicht und gilt nach 30 Tagen als genehmigt, sofern kein Einspruch erfolgt. In Kern- und Schutzzonen sowie bei denkmalgeschützten Gebäuden kann jedoch ein ordentliches Baubewilligungsverfahren erforderlich sein.

Installateurwahl

Wählen Sie einen zertifizierten Solarinstallateur mit nachweisbarer Erfahrung. Achten Sie auf die Mitgliedschaft bei Swissolar (Solarprofis), die NIV-Zulassung für Elektroinstallationen und Referenzprojekte in Ihrer Region. Holen Sie mindestens drei Offerten ein und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die Qualität der angebotenen Komponenten, die Garantiebedingungen und den Service nach der Installation.

Förderung und Finanzierung

Die Pronovo-Einmalvergütung deckt einen wesentlichen Teil der Investitionskosten ab. Zusätzlich bieten viele Kantone und Gemeinden eigene Förderprogramme. Die gesamten Investitionskosten können als werterhaltende Massnahme vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Detaillierte Informationen zu allen Fördermöglichkeiten finden Sie auf unserer Seite Solarförderung Schweiz.

Zeitplan

Wie lange dauert ein PV-Projekt?

Der typische Zeitrahmen für ein Solarprojekt in der Schweiz.

Vom ersten Solarcheck bis zur Inbetriebnahme vergehen in der Schweiz typischerweise 3 bis 6 Monate. Die einzelnen Phasen verteilen sich wie folgt:

  • Solarcheck und Offerten: 2 bis 4 Wochen – Online-Solarcheck, Vor-Ort-Besichtigung und Offertenvergleich
  • Baumeldung: 30 Tage Wartefrist nach Einreichung bei der Gemeinde
  • Planung und Material: 2 bis 4 Wochen – Detailplanung durch den Installateur und Materialbestellung
  • Montage: 2 bis 4 Tage für ein Einfamilienhaus, 5 bis 10 Tage für ein MFH
  • Netzanschluss: 1 bis 4 Wochen – Abhängig vom lokalen Energieversorger
  • Pronovo-Anmeldung: Die Einmalvergütung wird nach Inbetriebnahme beantragt; die Auszahlung erfolgt in der Regel innert 6 bis 12 Monaten

Der beste Zeitpunkt für den Start der Planung ist der Frühling, damit die Anlage im Sommer installiert werden kann und den ertragsstärksten Monaten nichts im Weg steht. Aber auch eine Installation im Herbst oder Winter ist problemlos möglich.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zur Solaranlage-Planung

Vom ersten Solarcheck bis zur Inbetriebnahme vergehen typischerweise 3 bis 6 Monate. Die reine Montage dauert bei einem EFH nur 2 bis 4 Tage.
In den meisten Kantonen ist nur eine Baumeldung nötig. Diese wird bei der Gemeinde eingereicht und gilt nach 30 Tagen als genehmigt. In Schutzzonen kann eine ordentliche Bewilligung erforderlich sein.
Achten Sie auf Swissolar-Zertifizierung, Erfahrung und Referenzen. Holen Sie mindestens drei Offerten ein und vergleichen Sie Preis, Komponenten und Garantien.
Solarcheck durchführen, Offerten einholen, Baumeldung einreichen, Förderung beantragen, Montage, Netzanschluss und Pronovo-Einmalvergütung beantragen.
Als Mieter können Sie keine Dachanlage installieren. Alternativ können Sie in eine Solargenossenschaft investieren oder sich an einem ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) beteiligen.

Starten Sie jetzt mit der Planung

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