Marktüberblick, Wachstum, Förderungen und Zukunftsaussichten der Schweizer Photovoltaik-Industrie.
Die Photovoltaik erlebt in der Schweiz ein beispielloses Wachstum.
Die Photovoltaik-Branche in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Von einer Nischentechnologie hat sich die Solarenergie zur tragenden Säule der Schweizer Energiewende entwickelt. Mit über 6 Gigawatt installierter Leistung produzieren Schweizer Solaranlagen bereits genug Strom für mehr als 1.5 Millionen Haushalte.
Der jährliche Zubau hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert und liegt mittlerweile bei über 1.5 Gigawatt pro Jahr. Dieser Trend wird sich voraussichtlich weiter beschleunigen, getrieben von der Energiestrategie 2050, steigenden Strompreisen und dem wachsenden Bewusstsein für Nachhaltigkeit.
Die wichtigsten Stationen auf dem Weg zur Solarenergie-Nation.
Die erste netzgekoppelte Solaranlage der Schweiz wird am Jungfraujoch installiert - ein Pionierprojekt der Forschung.
Einführung der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) als erstes nationales Förderprogramm für Solarstrom.
Einführung der Einmalvergütung (EIV) als Alternative zur KEV. Vereinfachtes Meldeverfahren für Solaranlagen tritt in Kraft.
Das Schweizer Stimmvolk nimmt die Energiestrategie 2050 an. Massiver Ausbau der erneuerbaren Energien beschlossen.
Die installierte PV-Leistung überschreitet 3 GW. Solar wird zur zweitwichtigsten erneuerbaren Stromquelle nach Wasserkraft.
Rekordzubau von über 1.5 GW in einem Jahr. Das Mantelerlass-Gesetz wird beschlossen und stärkt die Förderung weiter.
Über 6 GW installierter Leistung. Die Schweiz strebt 35 GW bis 2050 an - Solarenergie als Rückgrat der Stromversorgung.
Die politischen Rahmenbedingungen treiben den Solarausbau voran.
Die Energiestrategie 2050 bildet das politische Fundament für den Ausbau der Solarenergie in der Schweiz. Nach dem Ja des Stimmvolks im Jahr 2017 hat die Schweiz den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen und setzt stattdessen auf erneuerbare Energien - allen voran die Photovoltaik.
Das Ziel ist ambitioniert: Bis 2050 soll die Solarenergie zusammen mit der Wasserkraft und weiteren erneuerbaren Quellen die gesamte Stromversorgung der Schweiz sicherstellen. Dazu müsste die installierte PV-Leistung auf etwa 35-45 GW anwachsen - ein Vielfaches der heutigen Kapazität.
Mit dem 2023 beschlossenen Mantelerlass hat das Parlament zusätzliche Massnahmen ergriffen, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Vereinfachte Bewilligungsverfahren, höhere Ausbauziele und verbesserte Rahmenbedingungen sollen den PV-Zubau weiter ankurbeln. Für Hauseigentümer bedeutet dies: Die Bedingungen für eine eigene Solaranlage waren noch nie so gut.
Die Schweiz unterstützt den Solarausbau mit attraktiven Förderprogrammen.
Die Einmalvergütung des Bundes über Pronovo ist das wichtigste Förderprogramm. Sie deckt bis zu 30% der Investitionskosten ab. Für eine typische 10-kWp-Anlage beträgt die EIV rund CHF 3'400 - 4'200. Der Antrag wird nach Inbetriebnahme über die Pronovo-Plattform gestellt.
Viele Kantone bieten zusätzliche Förderprogramme an. Diese variieren je nach Kanton und können die Form von Investitionsbeiträgen, Steuererleichterungen oder günstigen Darlehen annehmen. Einige Kantone fördern auch Batteriespeicher separat.
Auch auf Gemeindeebene gibt es Fördermöglichkeiten. Manche Gemeinden gewähren Zuschüsse oder haben spezielle Programme zur Förderung erneuerbarer Energien. Es lohnt sich, bei der eigenen Gemeinde nachzufragen.
Pronovo AG ist die nationale Vollzugsstelle für die Förderung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. Über Pronovo werden die Einmalvergütung (EIV) und andere Fördermassnahmen abgewickelt. Die Anmeldung erfolgt online und ist unkompliziert.
Die PV-Branche steht vor spannenden Herausforderungen und Chancen.
Die Branche steht vor mehreren Herausforderungen: Der Fachkräftemangel ist eine der grössten Hürden für den weiteren Ausbau. Auch die Netzinfrastruktur muss für den zunehmenden dezentralen Solarstrom ausgebaut werden. Die Winterstromlücke - der geringere Solarertrag in den Wintermonaten - erfordert intelligente Lösungen wie Speicher und alpine Solaranlagen. Zudem müssen Bewilligungsverfahren weiter vereinfacht werden, um den geplanten Zubau zu erreichen.
Die Schweizer PV-Forschung ist weltweit führend. Das CSEM und die EPFL entwickeln hocheffiziente Perowskit-Tandem-Solarzellen mit Wirkungsgraden über 30%. Agri-PV kombiniert Landwirtschaft mit Solarstromerzeugung. Floating-PV auf Stauseen nutzt ungenutzte Wasserflächen. Fassaden-integrierte PV macht Gebäudehüllen zu Kraftwerken. Und alpine Grossanlagen liefern wertvollen Winterstrom.
Die PV-Branche ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Schweiz. Über 10'000 Personen sind direkt in der Solarbranche beschäftigt - in Planung, Installation, Wartung und Forschung. Mit dem geplanten Ausbau werden in den kommenden Jahren tausende weitere Arbeitsplätze entstehen. Swissolar, der Schweizerische Fachverband für Sonnenenergie, prognostiziert bis 2030 einen Bedarf von über 20'000 Fachkräften in der Branche.
Die Zukunft der PV-Branche in der Schweiz ist vielversprechend. Mit sinkenden Modulpreisen, steigender Effizienz und starker politischer Unterstützung sind die Weichen für weiteres Wachstum gestellt. Die Kombination von Solaranlagen mit Batteriespeichern, Wärmepumpen und Elektromobilität schafft ein integriertes Energiesystem, das die Schweiz unabhängiger und nachhaltiger macht.
Für Hauseigentümer bedeutet dies: Der beste Zeitpunkt für eine Solaranlage ist jetzt. Die Förderungen sind attraktiv, die Technologie ausgereift und die langfristigen Einsparungen erheblich. Ein kostenloser Solarcheck ist der ideale erste Schritt.
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