Solarmodule im Vergleich: Mono, Poly und Dünnschicht

Die Wahl des richtigen Solarmoduls ist entscheidend. Es gibt verschiedene Technologien mit unterschiedlichen Eigenschaften. Dieser Vergleich hilft bei der Wahl.

Monokristalline Module

Aus einkristallinem Silizium, dunkel-schwarz. Höchster Wirkungsgrad (20-24%), beste Flächeneffizienz, 25-30 Jahre Garantie. Die am häufigsten gewählte Option für Einfamilienhäuser.

Polykristalline Module

Aus gegossenem Silizium, bläulich schimmernd. Wirkungsgrad 16-20%. Früher günstiger, heute kaum noch Preisvorteil gegenüber Mono. Werden zunehmend verdrängt.

Dünnschicht-Module

Dünne Schicht auf Trägermaterial. Wirkungsgrad 10-13%, aber besser bei diffusem Licht. Flexibel, ästhetisch unauffällig. Für gebäudeintegrierte Lösungen interessant.

Neueste Entwicklungen

HJT-Module mit über 22% Wirkungsgrad. TOPCon-Technologie. Bifaziale Module nutzen auch reflektiertes Licht (+5-15%). Perowskit-Tandem-Zellen versprechen über 30% Wirkungsgrad - erforscht am Schweizer CSEM und der EPFL.

Welches Modul für Sie?

Für die meisten EFH sind monokristalline Module die beste Wahl. Achten Sie auf Wirkungsgrad, Temperaturkoeffizient, Herstellergarantie und Zertifizierungen.

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Monokristalline vs. polykristalline Module für Schweizer Dächer

Auf dem Schweizer Markt dominieren heute monokristalline Solarmodule mit einem Marktanteil von über 95 Prozent. Ihr Wirkungsgrad liegt bei 20 bis 23 Prozent und damit deutlich über den 15 bis 18 Prozent polykristalliner Module. Für die typischen Dachflächen von Schweizer Einfamilienhäusern mit 40 bis 80 Quadratmetern ist der höhere Wirkungsgrad entscheidend, da er eine grössere Leistung pro Flächeneinheit ermöglicht.

Die aktuellen Top-Performer unter den monokristallinen Modulen nutzen die TOPCon-Technologie (Tunnel Oxide Passivated Contact) oder die Heterojunction-Technologie (HJT). Diese Module erreichen Wirkungsgrade von über 22 Prozent und bieten eine bessere Leistung bei hohen Temperaturen und diffuser Strahlung. Für das Schweizer Klima mit seiner Mischung aus direkter und diffuser Sonnenstrahlung sind diese Eigenschaften besonders vorteilhaft. Der Preisunterschied zu Standard-PERC-Modulen beträgt nur noch 5 bis 10 Prozent.

Schweizer und europäische Modulhersteller im Fokus

Die Schweiz verfügt mit Meyer Burger über einen eigenen Hersteller hochwertiger Solarmodule. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Thun produziert Module mit der innovativen Heterojunction-Technologie und bietet damit eine europäische Alternative zu asiatischen Herstellern. Die Module zeichnen sich durch hohe Qualität, ausgezeichnete Schwachlichtleistung und eine Produktgarantie von 25 Jahren aus. Auch Megasol aus Deitingen im Kanton Solothurn entwickelt und produziert Solarmodule in der Schweiz.

Auf dem Schweizer Markt sind zudem europäische Hersteller wie SunPower (Maxeon), Aleo Solar und REC gut vertreten. Ihre Module bieten Premium-Qualität mit Wirkungsgraden über 21 Prozent und umfangreichen Garantieleistungen. Asiatische Hersteller wie Longi, JA Solar, Trina Solar und Canadian Solar dominieren das mittlere Preissegment und bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei der Wahl des Modulherstellers sollte neben dem Preis auch die langfristige Verfügbarkeit für Garantiefälle berücksichtigt werden.

Ganzschwarze Module und ästhetische Gestaltungsoptionen

Die Ästhetik von Solarmodulen hat für viele Schweizer Hauseigentümer hohe Priorität. Ganzschwarze Module (Full Black) mit schwarzem Rahmen, schwarzer Rückfolie und kaum sichtbaren Zellzwischenräumen sind die beliebteste Variante für Wohngebäude. Sie fügen sich harmonisch in die Dachfläche ein und wirken deutlich eleganter als Standard-Module mit silbernem Rahmen und weisser Rückfolie.

Darüber hinaus gibt es spezialisierte Produkte für höchste gestalterische Ansprüche. Das Schweizer Forschungsinstitut CSEM hat Technologien entwickelt, um Solarmodule in beliebigen Farben herzustellen, von Terracotta über Grün bis hin zu Weiss. Diese farbigen Module eignen sich hervorragend für die Integration in historische Gebäude oder architektonisch anspruchsvolle Projekte. Die Kosten liegen allerdings 30 bis 60 Prozent über denen von Standardmodulen. Für spezielle Anwendungen wie Fassadenverkleidungen bieten Hersteller wie Ertex Solar oder Swisspearl spezielle Module an, die sich nahtlos in die Gebäudehülle integrieren.

Langlebigkeit und Degradation von Solarmodulen

Die Langlebigkeit von Solarmodulen ist ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage. Moderne Module degradieren jährlich um nur 0,3 bis 0,5 Prozent ihrer Nennleistung. Nach 25 Jahren liefern sie somit noch 85 bis 90 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung. Premium-Module mit HJT- oder TOPCon-Technologie weisen sogar eine noch geringere Degradation von unter 0,3 Prozent pro Jahr auf.

In der Schweiz müssen Solarmodule extremen Wetterbedingungen standhalten: Temperaturen von minus 25 bis plus 40 Grad, Hagelkörner mit bis zu 4 Zentimetern Durchmesser und Windgeschwindigkeiten von über 150 Stundenkilometern. Die IEC-Zertifizierung gewährleistet die Einhaltung internationaler Qualitätsstandards. Einige Hersteller bieten zusätzliche Zertifizierungen wie den Hageltest nach dem verschärften TÜV-Standard oder den Salt-Mist-Test für Anlagen in Seenähe an. Für Schweizer Verhältnisse empfiehlt sich ein Modul mit erweitertem Hagelschutz, da Hagelschäden in manchen Regionen häufig auftreten können.

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