Das Einfamilienhaus ist der klassische Einsatzort für eine Solaranlage. Mit einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach produzieren Sie Ihren Strom selbst, senken Ihre Energiekosten und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz.
Die ideale Anlagengrösse
Für ein durchschnittliches EFH mit 4'000-5'000 kWh Jahresverbrauch empfiehlt sich eine Anlage von 8-12 kWp. Diese deckt den Haushaltsbedarf und lässt Spielraum für Wärmepumpe oder Elektroauto.
Voraussetzungen
Ihr Dach sollte ausreichende Tragfähigkeit haben (10-15 kg/m²), keine grösseren Schäden aufweisen, gut ausgerichtet sein und genügend zusammenhängende Fläche bieten.
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Bewilligung und Installation
In den meisten Gemeinden genügt eine Baumeldung. Die Montage dauert 2-4 Tage, mit Elektroinstallation eine Woche.
Betrieb und Wartung
Solaranlagen sind weitgehend wartungsfrei. Jährliche Sichtkontrolle und Monitoring reichen aus. Bei Ertragseinbrüchen kann ein Fachmann die Ursache identifizieren.
Wirtschaftlichkeit am Beispiel
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Gratis Solarcheck startenOptimale Anlagengrösse für ein Schweizer Einfamilienhaus
Die optimale Grösse einer Solaranlage für ein Einfamilienhaus in der Schweiz hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein typisches Schweizer Einfamilienhaus verbraucht zwischen 4'000 und 6'000 kWh Strom pro Jahr. Für die Deckung dieses Bedarfs empfiehlt sich eine Anlage mit 8 bis 12 kWp Leistung, die auf einer Dachfläche von 50 bis 75 Quadratmetern installiert wird. Im Mittelland produziert eine solche Anlage jährlich 8'000 bis 12'000 kWh Solarstrom.
Moderne Planungsempfehlungen gehen jedoch darüber hinaus: Es lohnt sich, die maximal verfügbare Dachfläche zu nutzen, auch wenn die Anlage mehr produziert als aktuell verbraucht wird. Die Gründe dafür sind sinkende Modulpreise, zukünftige Verbraucher wie Elektroautos oder Wärmepumpen und die Möglichkeit, Überschüsse ins Netz einzuspeisen. Die Mehrkosten für zusätzliche Module sind marginal, während die Grundkosten für Gerüst, Wechselrichter und Installation ohnehin anfallen.
Montagearten und Dachtypen in der Schweiz
In der Schweiz kommen verschiedene Montagearten für PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern zum Einsatz. Die häufigste Variante ist die Aufdachmontage mit Montageschienen, die auf Ziegel- oder Eternitdächern mit Dachhaken befestigt werden. Diese Lösung ist kostengünstig und für die meisten Dachtypen geeignet. Für Flachdächer, die in der Schweiz vor allem bei neueren Gebäuden verbreitet sind, kommen aufgeständerte Systeme mit einer Neigung von 10 bis 15 Grad zum Einsatz.
Die Indachmontage, bei der die Solarmodule anstelle der Dachziegel eingesetzt werden, bietet eine ästhetisch ansprechende Lösung und ist besonders bei Neubauten oder Dachsanierungen beliebt. Schweizer Hersteller wie Megasol, Eternit oder Meyer Burger bieten hochwertige Indachsysteme an. Die Mehrkosten gegenüber der Aufdachmontage betragen CHF 50 bis 100 pro Quadratmeter, werden aber durch die eingesparten Dachziegel und die höhere Förderung für integrierte Anlagen in einigen Kantonen teilweise kompensiert.
Typische Kosten und Finanzierung eines EFH-Solarprojekts
Verschiedene Finanzierungsmodelle stehen zur Verfügung. Neben der Barzahlung bieten einige Banken wie die Zürcher Kantonalbank, die PostFinance oder die Raiffeisen spezielle Solarkredite zu günstigen Konditionen an. Die Zinssätze liegen typischerweise bei 1,5 bis 3 Prozent. Einige Installationsunternehmen bieten auch Contracting-Modelle an, bei denen die Anlage vom Contractor finanziert und betrieben wird und der Hauseigentümer den Solarstrom zu einem festen Tarif bezieht. Dieses Modell eignet sich besonders für Eigentümer, die keine Anfangsinvestition tätigen möchten.
Genehmigungsverfahren und Anschluss ans Stromnetz
In der Schweiz ist das Genehmigungsverfahren für Solaranlagen auf Einfamilienhäusern bewusst vereinfacht worden. Für aufliegende Anlagen, die die Dachfläche nicht wesentlich verändern, genügt in den meisten Kantonen ein Meldeverfahren bei der Gemeinde. Die Meldung muss in der Regel 30 Tage vor Baubeginn eingereicht werden. In Gebieten mit besonderen Auflagen, etwa in Ortsbildschutzzonen oder bei denkmalgeschützten Gebäuden, kann ein ordentliches Baubewilligungsverfahren erforderlich sein.
Der Netzanschluss wird vom lokalen Verteilnetzbetreiber geregelt. Vor Installationsbeginn muss ein Netzanschlussgesuch gestellt werden, das die technischen Daten der Anlage enthält. Nach der Installation führt der Elektroinstallateur die Abnahmemessung durch und meldet die Anlage beim Netzbetreiber zur Inbetriebnahme an. Der Netzbetreiber installiert oder konfiguriert den Smart Meter für die bidirektionale Zählung. Dieser Prozess dauert in der Regel zwei bis vier Wochen. Die Kosten für den Netzanschluss variieren je nach Netzbetreiber und betragen CHF 200 bis 800.